
Travee bei Travelholics: Zwei Gründer, bis zu 40 KI-Agenten und eine gemeinsame Vision
Wie baut man ein Travel-Tech-Unternehmen auf, wenn KI von Anfang an Teil der täglichen Arbeit ist? Darüber spricht unser Mitgründer Conrad Mildenstrey in Folge 429 von Travelholics – Der Podcast der Touristik mit Host und Travel-Tech-Unternehmer Roman Borch.
Zwei Gründer und ein Team aus spezialisierten KI-Agenten
Seit unserem Start 2025 entwickeln wir als Gründerpaar Travee mit einer klaren Vision: Wir möchten Menschen von der ersten Reiseidee über die Planung bis zu ihren Erlebnissen vor Ort begleiten. Im Podcast geht es sowohl um dieses Produkt als auch um die Art, wie wir unser Unternehmen aufbauen.
KI ist für uns dabei auch ein Werkzeug für die eigene Organisation. Dauerhaft spezialisierte Agenten unterstützen uns unter anderem bei Marketing, Marktbeobachtung, Growth und Produktmanagement. In der Produktentwicklung stellen wir die Unterstützung je nach Aufgabe zusammen. Bei komplexeren Projekten können zeitweise 20 bis 40 Agenten parallel arbeiten.
Diese Agenten übernehmen unterschiedliche Aufgaben, nutzen passende Modelle und Werkzeuge und geben Ergebnisse aneinander weiter. So können wir als kleines Gründungsteam mehr Ideen erproben und unsere Produktvision mit vergleichsweise geringem Kapitaleinsatz weiterentwickeln.
Die Verantwortung bleibt bei uns
Mehr Agenten bedeuten nicht, dass sich ein Unternehmen von selbst führt. Ziele setzen, Prioritäten bestimmen, Ergebnisse kontrollieren und neue Impulse geben: Das bleibt unsere Aufgabe als Gründer. Im Gespräch beschreibt Conrad, wie wir menschliches Urteilsvermögen und die Möglichkeiten spezialisierter KI zusammenbringen.
Gerade in der frühen Phase eines Travel-Tech-Unternehmens ist das eine wichtige Frage. Bevor ein Produkt erste Umsätze erzielen kann, braucht es oft erhebliche Entwicklungsarbeit. Unsere Arbeitsweise hilft uns, diese Phase zu gestalten und neue Ansätze auszuprobieren.
Reisebegleitung über die Planung hinaus
Auch bei Travee selbst verbinden wir verschiedene KI-Technologien und Werkzeuge. Je nach Anliegen kommen unterschiedliche Modelle und spezialisierte Funktionen zum Einsatz, etwa für Reiseplanung, Recherche oder Audioguides.
Unsere Vision reicht dabei bis in die Destination: Ein Live Guide kann Reisende über Sprache und Kamera situativ unterstützen, Informationen zu Sehenswürdigkeiten liefern oder beim Verstehen von Schildern und Speisekarten helfen. Entscheidend ist für uns, dass aus einzelnen Funktionen eine zusammenhängende Reisebegleitung wird.
Wenn persönliche Assistenten Reisen organisieren
Zum Schluss richtet sich der Blick nach vorn: Wie könnte eine Welt aussehen, in der persönliche KI-Assistenten spezialisierte Dienste direkt einbeziehen? Ein solcher Assistent könnte künftig beispielsweise Travee mit der Planung einer Reise beauftragen.
Das ist eine Zukunftsperspektive, die auch für die Touristik spannend ist. Wie müssen Angebote gestaltet sein, damit sie für Reisende und deren digitale Assistenten nützlich werden? Und wie organisieren Menschen und spezialisierte Systeme ihre Zusammenarbeit?
Vielen Dank an Roman Borch für die Einladung und das offene Gespräch über unsere Arbeit, unsere Vision und die Fragen, die uns auf diesem Weg begleiten.
Jetzt Folge 429 bei Travelholics anhören. Das Gespräch ist auf Deutsch.
Bild: Travelholics – Der Podcast der Touristik.